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Artikel-Schlagworte: „unglaublich“
Wer sich nicht traut …
… nimmt Verstärkung mit.
Bei mir war es mein Hund. Danke Ninja! ![]()
Viereinhalb Kilo Liebe
Sie kam im Tierpark auf mich zu und ließ sich kraulen. Dann sprang sie weit hinauf auf das Piratenschiff auf dem Kinderspielplatz, den ich überquerte.
Wieder auf dem Hauptweg sprang sie an mir vorbei und ratzfatz auf einen Baum. Was für ein Leben für eine Katze, so frei und ungebunden hier herumstromern zu dürfen, dachte ich.
Die Katze gesellte sich zu mir und lief neben mir her.
Sie lief vor meine Füße, wurde leider einmal von mir unabsichtlich getreten, und strich an meinem Bein vorbei.
Einmal vorbei und drumherum, um anschließend zwischen meinen Beinen wieder aufzutauchen.

Dieses Spiel ging eine ganze Weile. Immer um mich herum, vor meine Füße, mal rechts, mal links von mir.
Wir drehten gemeinsam eine Runde an den Greifvogelvolieren vorbei, begleitet vom Schreien der Schreiseeadler.
Ungefähr eine Viertelstunde hat sie mich begleitet. Als ich wieder zum Hauptweg hinauf ging, blieb sie zurück.
Gut, dachte ich. Was hätte ich gemacht, wenn sie bis zum Parkplatz mitgegangen wäre und sich vor mein Auto geschmissen hätte?
Schade, dachte ich, dass sie nicht doch mitgegangen ist. Ich hätte sie glatt mit nach Hause genommen.
PS. Nein, hätte ich natürlich nicht. Aber wenn sie unbedingt gewollt hätte …
Es macht was es will
Dieses blöde Grafikprogramm macht einfach nicht, was ich will. Ich möchte nur einen Text verschieben: Ebene auswählen, Verschiebewerkzeug oder wie das Ding heißt auswählen, klicken und ziehen zum verschieben. Steht auch unten drunter. Klappt bei den Bildern, nur beim Text nicht. Ich klicke und schiebe, klicke und zerre, klicke und grummele, klicke und sage böse Worte, klicke und haue mit der Faust auf den Tisch … Ich beende das Programm und beginne von vorne. Hat sich ein Bit quergestellt, oder was?
Das Spiel beginnt erneut. Nach Stunden bin ich endlich fertig, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin leicht genervt.
Jetzt das Ergebnis auf eine Postkarte drucken. Mein Drucker mault. Falsches Papier, falsches Fach, falscher Anwender. Nein, nein und noch einmal nein! Ich bin der richtige Anwender und du tust jetzt endlich was ich will!
Nach weiteren gefühlten Stunden habe ich endlich die Bedienungsanleitung auf dem PC gefunden. Ahja, so geht das. So wollte ich das ja auch eigentlich machen.
Der Drucker druckt. Na endlich. Ich nehme die Postkarte aus dem Fach und falle fast in Ohnmacht. Och nö aber auch. Die Farbpatrone hat nicht genügend Farbe. Jetzt werde ich aggressiv und schüttele die ausgebaute Farbpatrone durch die Luft und versuche es noch einmal. Ich muss sagen: Die Farbkombinationen gefallen mir. Aber ich kann sie momentan nicht gebrauchen.
Ab zum nächsten Druckpatronenverkaufsgeschäft. Mit voller Munition starte ich meinen Druck erneut. Endlich druckt der Drucker eine farbige Karte. Ich könnte zufrieden sein.
Bin ich aber nicht. Das Grün ist mir zu grün. Und wenn ich den Stress, das Papier, die Tinte und die Zeit zusammenrechne, dann kommt mich ein Druck in der Druckerei billiger. Gedacht, getan.
Erkenntnis des Tages: Manchmal macht Selbermachen einfach keinen Sinn.

Warum seht ihr mich nicht?
Vorgestern Vormittag schnaufte ich vom Parkplatz die Straße ins Städtchen hinauf. Meine neue Brille saß total schief im Gesicht und musste korrigiert werden. Wieder ein Weg umsonst, weil jemand nicht ordentlich gearbeitet hatte.
Ich war auf der Höhe eines Parkplatzes der rechts von mir lag. Hinter mir fuhr ein Auto den Berg herauf und wurde langsamer. Ich nahm intuitiv Schwung aus meinen Schritten. Und im gleichen Moment fuhr das Auto um Haaresbreite vor mir vorbei auf den Parkplatz. Ich stand da fassungslos und schimpfend. Die Frau hätte mich fast über den Haufen gefahren! Warum habe ich nicht meinen Schirm genommen und ihn gegen das Auto geschlagen, damit die Dame darin sich wenigstens gehörig erschrickt?
Sie hat mich nicht gesehen. Einfach nicht gesehen. Obwohl ich eine rote Jacke trug und einen roten Regenschirm. Auffälliger geht es doch bald nicht mehr. Was muss ich denn tun, um gesehen zu werden? Mich kann man nicht so einfach ersetzen wie mein Auto!
Nee, ne!?
Endlich, endlich ist schönes Wetter. Ich werde zwar fast vom stürmischen Wind von meiner Liege geweht, aber die Sonne scheint warm vom weißblauen Himmel. Ich ändere ständig den Platz für die Liege. Im Schatten ist es zu kalt. In der Sonne und dem Wind ist es auch zu frisch. Hinter meiner Werkstatt ist es windstill und eine Weile halte ich es dort aus. Dann wird mir natürlich zu warm. So geht das Spiel eine ganze Weile. Liege hin, Liege her.
Was ich gestern noch einigermaßen ertragen konnte nervt mich heute total. Einer der Bauern fing gestern an seine Wiesen zu mähen. Irgendwo hämmerte jemand, woanders dröhnte ein Rasenmäher. Ich fasse es nicht.
Heute geht es weiter mit Mähen – direkt gegenüber von meinem Haus. Ich verziehe mich in die hinterste Ecke meines Gartens. Dort, meine ich, würde der Lärm nicht vordringen. Pustekuchen. Lärm kann man nicht entfliehen. Außer: Man macht selbst welchen. ![]()
Also gehe ich in meine Werkstatt, rolle mein langes Stromkabel aus und säge. Dann schleife ich ein paar Holzstücke für meinen Schmuck. Das hat nicht viel Lärm gemacht. Und was höre ich? Der Nachbar mäht seinen Rasen! Ist in Bayern kein Feiertag?
So! Mit mir nicht! Ich rufe meine Vermieter an und frage ob ich den Rasenmäher haben kann. Was die Bayern können, können die Preußen schon lange – wenn es sein muss. Mit Hingabe mähe ich meinen Rasen. Ein bisschen habe ich ein schlechtes Gewissen. Doch wozu? Wenn alle Lärm machen, kann ich das auch. So!
Wo ist Überall?
Überall in Bayern ist schönes Wetter, hieß es vorhin im Radio, kurz vor den Staumeldungen. Wo bitte ist überall? Hier bei mir jedenfalls nicht. Mir ist das Wetter allüber. Sonnenschein und Wolkenbruch wechseln sich ab.
Ich habe für heute keine Lust mehr, die Gartenmöbel abzutrocknen. Ich heize meinen Ofen ein und koche mir einen heißen Tee. Dann kann mich das Wetter mal am A…bend besuchen.
Schrott
Ein Haufen Schrott ist von meinem Auto übrig geblieben. Dabei sieht es von hinten, von der linken Seite und vorne links total super aus. Aber vorne rechts … Ein Schaden von 17.500 Euro ist das. Kaum zu glauben, oder?
Beim Unfallgegner wird der Schaden ähnlich hoch sein, da sein Wagen auch nicht besser aussah. Der Fahrer hat wirklich voll zugelangt. Musste das denn unbedingt mein Auto sein?
Ein neues altes Auto ist in Sicht. Es steht in der Nähe von Augsburg. Es hat zwar schon 45.000 Kilometer runter, meiner nur 31.000, dafür hat es eine etwas bessere Ausstattung. Und es ist meine Farbe und auch ein Fünftürer. Was will ich mehr? Ich bin froh, dass ein gleichwertiges Auto gefunden wurde.
Um alles Unangenehme kümmert sich mein Autohaus und der Anwalt (die gegnerische Versicherung hat sich noch nicht bei mir gemeldet, warten die auf schönes Wetter?). Ohne diese Hilfe wäre ich wirklich aufgeschmissen. So muss ich mich nicht kümmern und ärgern, sondern reiche einfach nur die Rechnungen weiter. Vielen Dank an dieser Stelle.
Der größte Dank geht an meinen Schutzengel.
DANKE!
So bald schon
Seit neun Jahren, seit ich sie kenne, will sie schon wegziehen, kaum dass sie hergezogen ist. Meine Freundin. Mein preußische Freundin. Die einzige Person, mit der ich hier hochdeutsch reden kann. Eine andere Freundin ist schon vor ein paar Jahren weggezogen.
Es ist ihr hier zu bergig, zu kalt, dann wieder zu warm, dann zu … Nein, es hat ihr hier nicht gefallen. Wie oft sprach sie davon, wegzuziehen, irgendwohin in Deutschland.
Und dann kam am Nachmittag dieser Anruf: „Im Mai sind wir weg.“
Wie weg? So schnell, so plötzlich, aus heiterem Himmel? In Bad Pyrmont, keine Ahnung wo das liegt, da lebt ihre Cousine und ab Mai auch sie mit ihrem Mann. Sie haben sogar schon eine Küche gekauft. Ich fasse es nicht. Ich glaube es kaum. Ihr Mann ist ein Bayer – der zieht nicht einfach in preußisches Gebiet!
Aber es ist wahr. Im Moment ist sie im Rheinland bei ihrer Tochter. Wenn sie zurückkommt, wird gepackt, das Haus hier wird verkauft. In ein paar Wochen ist sie weg.
Gut, dass es Telefon gibt. Hoffentlich hat sie dort auch gescheites Internet. Aber traurig bin ich. Sehr, sehr traurig … Da ist er wieder, der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht …
Geschützt: Unglaublich
Der Aberglaube und ich
Heute Morgen wollte ich mal schauen, wie grau ich am Hinterkopf mittlerweile bin. Das geht natürlich nur mit einem Handspiegel. Spiegel rausgekramt, geguckt, Spiegel aus der Hand gefallen … waaahhh!
Nicht dass ich abergläubisch bin, aber ein ungutes Gefühl überkam mich spontan. Doch der Spiegel ist heil geblieben. Lediglich ein Stück vom blauen Rahmen ist abgesplittert und winzige Teile haben sich im Bad und sogar im Flur verteilt.
Aber der Spiegel ist heil geblieben. Und ich bin froh darüber, obwohl ich nicht abergläubisch bin.
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