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Artikel-Schlagworte: „nachdenklich“
Klingeln, Klopfen, Rufen
Freitagmorgen, 7.40 Uhr. Ich geistere schon eine Weile im Schlafanzug durchs Haus, habe das Schneewetter fotografiert und einen Blogbeitrag geschrieben. Und jetzt gehe ich endlich unter die Dusche. Kaum gedacht klingelt es an der Haustür. Wer ist das denn so früh? Ich mache natürlich nicht auf.
Es klingelt wieder. Dann klopft jemand an die Türe. Ich schleiche zum Bürofenster und schaue hinaus. Das Auto kenne ich nicht. Mittlerweile klopft es nicht nur, ich höre auch jemand meinen Namen rufen. Ups, wer will denn da so dringend etwas von mir?
Ich erbarme mich und gehe, ja, im Schlafanzug, nach unten und öffne die Türe. Der Schornsteinfeger steht dort! Aber nicht der, der die Kamine kehrt (der war gestern da, als ich nicht da war), sondern der Chef kommt zur Messung. Das dauert auch keine zehn Minuten und schon ist der Mann wieder weg.
Ich empfand den Besuch ja als etwas sehr früh, so ganz ohne Ankündigung. Hätte ich allerdings nicht fotografiert und geschrieben, hätte ich nass im Handtuch im Bad gestanden. Dann hätte ich aber auch nicht aufgemacht. Und wenn der Mann die Türe eingeschlagen hätte.
Marienkäfer und Schornsteinfeger – da wartet wohl eine Menge Glück auf mich. ![]()
Ein Wunsch
Ich wünschte, wir hätten schon morgen, dann wäre es bis Samstag nicht mehr so lang. Aber wir haben erst heute. ![]()
Zeckenalarm
Kaum ist es ein paar Tage warm, schon kommen diese kleinen Biester namens Zecken aus ihren Schlupflöchern. Obwohl die Wiesen noch nass, platt und braun sind, brachte Paulchen eine Zecke mit, die Sonntag Abend, nach seiner Kuschelstunde in meinem Arm, munter über meinem Schreibtisch turnte. *grusel* Ich dachte, ich spinne.
Also habe ich allen sechzehn Pfoten postwendend eine Ladung Chemie verpasst. Ich mache das äußerst ungern. Aber dieses unkaputtbare Zeckenzeug finde ich einfach nur ekelig.
Heute vor einem Jahr
Vor einem Jahr sah es bei mir vor dem Haus noch SO aus, heute ist es frühlingshaft mild. Das gefällt mir wesentlich besser.
Ich – Tanktouristin
Heute war es mal wieder soweit. Angesichts des Spritpreises von 1,61 Euro fuhr ich heute besonders gerne nach Österreich zum Tanken. Mag sein, dass es sich rein rechnerisch – wenn man Verschleiß etc. errechnet – nicht lohnt. Aber ich mache immer einen schönen Ausflug daraus. Es macht Spaß durch das schöne Mühlviertel zu fahren – auch wenn die Wiesen dort im Moment genauso hässlich braun sind wie bei mir. Schöne Musik an, ein wenig mitsingen und dann den Spritpreis sehen – 1,39 Euro. Yeah.
Das ersparte Geld habe ich heute allerdings in Kerzen angelegt. Mein Vorrat ist über den Winter zu Ende gegangen. Meine Lieblingskerzen – eine Kugelkerze und eine Kerze mit Melonenduft – verströmen gerade in der Küche einen verführerischen Duft. Am Abend werde ich wohl eine von beiden anzünden.

In Erinnerung
Heute vor zwei Jahren hast Du mich das letzte Mal besucht. Wir haben viele Jahre miteinander verbracht. Es war nicht immer einfach und so manches Mal warst Du mir eher lästig. Wir liebten und wir hassten uns, aber wir konnten nicht ohne einander.
Seitdem sind viele Monate ins Land gegangen und ich habe mich über jeden Monat gefreut, den Du nicht bei mir warst. Jetzt weiß ich, wirst Du nie mehr kommen und ich freue mich ganz narrisch darüber.
Ade, Tschüss und Auf Wiedersehen – oder besser doch nicht. ![]()
Mitleser
Ein kleiner Käfer hat sich heute auf meine Zeitung verirrt. Wie süß. Es ist schön, die Zeitungslektüre mit jemanden zu teilen. Auch wenn der Käfer mit Sicherheit nicht lesen kann, saß er vor den Buchstaben, als wollte er sie sich einprägen.

Was für eine Nacht
Ninja schnarcht und das nicht zu knapp. Wie soll ich denn schlafen, wenn sie den halben Wald absägt? ![]()
Und schnarcht sie mal nicht, dann träumt sie laut von ihren Freunden, denen sie am Sonntag begegnet ist. Ich höre ihr zu – auch eine schöne Beschäftigung für die Nacht.
Frühjahrsputz oder was?
Heute musste es mal sein. Es ist zwar noch nicht Frühling, aber mir ist verdammt danach. Mit meinem Lieblingsfreund, dem Staubsauger, der nie das tut was ich will (wir lieben und wir hassen uns), ging es den Spinnweben im Wohnzimmer an den Kragen. Die Decke ist hoch, auf der einen Seite misst sie 3,40 m, auf der anderen 2,30 m. Auf der anderen Seite sauge ich jedes Mal, auf der einen Seite nach Bedarf (also seltenst).
Aber heute verspürte ich eine unbändige Lust – ha! – dem Übel ein Ende zu machen. Ja, aber wie? Die klapprige Leiter steht im Keller. Aber mit mir und dem störrischen Staubsauger auf die Leiter? Niemals. Also habe ich mir meinen Küchenstuhl geholt und über dem Ofen zu saugen angefangen. Da war es am schlimmsten. Wenigstens dort wollte ich die lästigen Weben wegsaugen. Dort schaute ich von der Couch immer hin und sie nervten mich schon länger.
Recken, noch mehr recken, Mist, zu klein. Verschnaufen. Nochmals recken und mit einen Fuß auf den Ofen. Wieder einmal eine waghalsige Operation von mir. Wenn ich da runterknalle und mir ein Bein breche …
Es klappte jedoch wunderbar und weil es soviel Spaß machte, jumpte ich über die Couch und „saug und weg“. Und dann noch vorne über der Tür und „saug und weg“. Hey, das machte Laune. Und „saug und weg“, überall. Nein, nicht überall. Ich habe zwei Stellen vergessen. Fällt mir gerade jetzt beim Tippen ein.
Am Vormittag bin ich dann meine Lieblingsrunde am Oberfrauenwald gelaufen, wieder bei strahlendem Sonnenschein, wieder einmal knatschblauer Himmel. So soll es laut Wetterbericht die nächsten Tage bleiben. Aber die Radiotussi hat gesagt, es soll morgen trübe sein und Nieselregen oder Schnee geben. Das kann ja gar nicht sein. Vielleicht in Passau, aber doch nicht auf meinem Berg! Und wenn doch? Naja, dann gibt es einen gemütlichen Kuscheltag auf der Couch. Meine sechzehn Pfoten lieben es.
Alpenblick war heute keiner, aber der Weg war wider Erwarten gut zu gehen. Stellenweise war der Schnee abgetaut, recht dünn oder eisig. Dort, wo sonst tiefe Matschfurchen von den Bulldogs sind, war der Schnee zu einer dicken Eisschicht gefroren. Auch wieder so ein krankenhausreifer Balanceakt. Aber ich habe es gemeistert. Doch auf dem Rückweg bin ich auf Matsch ausgerutscht und hätte mich fast lang gelegt. Gut, dass niemand unterwegs war und mich gesehen hat. Peinlich, sowas.
Heute habe ich viel geschafft und demnach müsste es eigentlich morgen 12 Uhr Mittags sein – High Noon, holt eure Colts raus – ist es aber nicht. Dann schau ich mal, was mir noch über den Weg läuft und gekillt werden möchte. Ich bin so voller Schwung. ![]()
Ich bin vom anderen Stern
Manchmal glaube ich, ich bin vom anderen Stern. Oder wie soll man das, was ich denke und tue, nennen? Da kann man sich wirklich nur wundern.
Ich weiß ja nicht, ob das immer alles so richtig ist, was ich mache. Aber es macht Spaß.
- Sabine bei Das ist gemein
- Vera bei Das ist gemein
- Ellen bei Das ist gemein
- Heidi bei Herzenssache
- Vera bei Herzenssache
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- Heidi bei Frühling im Wald
- Vera bei Internet kaputt
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