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Artikel-Schlagworte: „Glücksmomente“
Beerige Zeiten
So macht der Sommer Spaß – mit kleinen fruchtigsüßen Beeren auf der Sonnenliege unterm Walnussbaum abhängen.
Nachdem ich gestern etliche Schubkarren voll Holz aufgestapelt habe (also das Holz, nicht die Schubkarren), habe ich mir das redlich verdient.
Sommerabend
Der Abend ist mild und ich sitze noch spät auf der Terrasse und schaue in den Garten. Paarungswillige Glühwürmchen fliegen durch die Nacht und leuchten wie tanzende Sterne, die ein Gastspiel auf der Erde geben. Eine Kirchturmuhr schlägt zehnmal, irgendwo fährt ein Auto und ein Flugzeug zieht in Reisehöhe über mich hinweg. Es ist ruhig und kein Windhauch flüstert mir ins Ohr.
Der Himmel ist noch recht hell, doch die Schrift auf meinem Schreibblock kann ich kaum sehen. Ich drehe eine letzte Runde durch meinen Garten. Die Luft riecht nach Heu und gedüngten Wiesen. Meine englischen Rosen betören durch ihren schweren Duft. Meine Gartenlaternen spenden ein weißes Licht und beleuchten die darunter wachsenden Blumen. Der frisch gemähte Rasen ist feucht – ein Zeichen dafür, dass das Wetter morgen so schön wird wie heute.
Hinter mir an der Hauswand raschelt es. Meine Katzen sind es nicht. Die streunen auf der großen Wiese herum auf der Jagd nach Mäusen und anderem Getier. Es kratzt und schubbert und ich weiß nicht, ob das eine Maus oder ein Igel ist. Oder ist es vielleicht eine Kröte, eine Eidechse, ein Wiesel oder gar eine Schlange?
Ich bin zu feige um nachzusehen. Muss ich wissen, was das ist? Lieber bleibe ich am Tisch sitzen, Kerzenschein erhellt mittlerweile ein wenig meinen Block und ich schreibe ein paar Zeilen.
Es raschelt wieder hinter mir. Wenn mir jetzt etwas über die Füße laufen sollte, schreie ich ganz laut. Da verstehe ich keinen Spaß. Wo sind nur meine samtpfotigen Jäger? Wenn man sie braucht, sind sie nicht da.
Aber jetzt geht Ninja in die Ecke und nimmt die Sache in die Pfote. Sie schnuppert am Blumenkübel und es raschelt lauter. Ob ich doch noch meine Taschenlampe hole? Nun quickt auch noch das Meerschweinchen der Nachbarn. Möglicherweise stromern dort meine Katzen herum, statt im heimischen Garten nächtliche Ungeheuer zu fangen.
Als hätte sie meine Gedanken gehört kommt Pauline nach Hause. Wenn ich denke, dass sie meine Rettung ist, habe ich mich getäuscht. Sie möchte ins Haus. Nachts schläft sie lieber im Hundekörbchen statt sich mit Artgenossen zu zanken.
Zeit für mich, mein Geschreibsel zu beenden. Einen Moment schaue ich noch den Glühwürmchen zu und frage mich, ob man Glühwürmchen fotografieren kann.
Endgültig packe ich meine Sachen zusammen und ziehe mich zur Nacht zurück. Gute Nacht Welt, bis morgen.
Viereinhalb Kilo Liebe
Sie kam im Tierpark auf mich zu und ließ sich kraulen. Dann sprang sie weit hinauf auf das Piratenschiff auf dem Kinderspielplatz, den ich überquerte.
Wieder auf dem Hauptweg sprang sie an mir vorbei und ratzfatz auf einen Baum. Was für ein Leben für eine Katze, so frei und ungebunden hier herumstromern zu dürfen, dachte ich.
Die Katze gesellte sich zu mir und lief neben mir her.
Sie lief vor meine Füße, wurde leider einmal von mir unabsichtlich getreten, und strich an meinem Bein vorbei.
Einmal vorbei und drumherum, um anschließend zwischen meinen Beinen wieder aufzutauchen.

Dieses Spiel ging eine ganze Weile. Immer um mich herum, vor meine Füße, mal rechts, mal links von mir.
Wir drehten gemeinsam eine Runde an den Greifvogelvolieren vorbei, begleitet vom Schreien der Schreiseeadler.
Ungefähr eine Viertelstunde hat sie mich begleitet. Als ich wieder zum Hauptweg hinauf ging, blieb sie zurück.
Gut, dachte ich. Was hätte ich gemacht, wenn sie bis zum Parkplatz mitgegangen wäre und sich vor mein Auto geschmissen hätte?
Schade, dachte ich, dass sie nicht doch mitgegangen ist. Ich hätte sie glatt mit nach Hause genommen.
PS. Nein, hätte ich natürlich nicht. Aber wenn sie unbedingt gewollt hätte …
Mein Autoschutzengel
Ausgedruckt und laminiert begleitet mich mein Autoschutzengel nun auf allen Autofahrten. Leider muss er im Handschuhfach liegen und ich überlege nun, ob ich ihn auf Folie drucken (lassen) kann, damit ich ihn immer sehe.
Ich freue mich riesig über Beas tolle Idee. Danke meine Liebe, das hast Du wieder eimal super gemacht! ![]()
Kleines Glück
Zwei Tage vorher hatte ich in der Nacht, als ich auf meine Katzen wartend auf der Terrasse stand, eine Sternschnuppe fallen sehen. Schnell habe ich mir eine Menge gewünscht, bevor ich es wieder vergesse. Meist bin ich so begeistert von den Sternschnuppen, dass ich das Wünschen vollständig vergesse. Aber dieses Mal wollte ich sichergehen und ratztfatz habe ich drei Wünsche in den Himmel geschickt. Einer davon betrifft auch meine Mehr-als-Internet-Freundin. Wir werden sehen, ob sich dieser Wunsch, trotz meiner Hin-und-Wieder-Zweifel, erfüllt.
Und dann sah ich von meiner Gartenliege aus, in einem Meter Entfernung, dieses Kleeblatt. ‘Hat das vier Blätter?‘, fragte ich mich und stand auf. Es hatte vier Blätter! Wie oft habe ich nach einem Glückskleebatt gesucht, weil ich es verschenken wollte. Nie hatte ich eines gefunden. Aber jetzt, einfach so. Ist das eine kleine Bestätigung des Universums?
Alles hat ein Ende
Eine wunderschöne Woche der offenen Tür bei Zeit zu leben geht zu Ende. Schöne Geschichten wurden im Mini-Workshop geschrieben, Co-Coaching-Partner wurden gefunden und es wurde über interessante Themen diskutiert.
Nette Kontakte für einen gemeinsamen Austausch habe ich gefunden. Nun bin ich gespannt, wie sich die Dinge weiterhin entwickeln werden.
Meine Gedanken weilen noch ein wenig bei den vielen Eindrücken. Es wird eine Weile dauern, bis ich alles verdaut habe. Und ich wünsche mir, dass es wieder einmal eine Woche gibt mit Lernen, Lesen, Schreiben und Austauschen mit Gleichgesinnten.
Sind die echt?
„Darf ich Sie mal etwas fragen? Das will ich schon so lange“, sagte die Angestellte hinter dem Postschalter im Supermarkt.
„Klar“, antwortete ich.
„Ich trau mich nicht so recht“, lachte die Frau mit den kurzen schwarz und ein wenig rot gefärbten Haaren verschämt, während sie meinen Briefumschlag auf die Waage legte.
‘Was kommt jetzt?’, dachte ich bei mir. Was könnte die Frau mich fragen wollen. „Jetzt machen Sie mir ein wenig Angst. Aber fragen Sie ruhig.“
Sie schaute auf meine Haare und fragte: „Sind die echt? Oder haben Sie die grau eingefärbt?“
Ich musste lachen. Das hatte mich schon lange niemand mehr gefragt. „Nein, die sind echt.“
Die Frau schüttelte leicht den Kopf. „Das sieht sooo gut aus. Immer wenn ich Sie sehe, denke ich, wenn meine Haare ganz grau sind, dann lasse ich sie auch so. Das sieht einfach toll aus.“
Wir lachten beide, ich ein wenig erleichtert, dachte ich doch zuerst, sie würde etwas schlimmes über mich sagen wollen.
Ich freute und bedankte mich für ihr Kompliment. Als ich wieder im Auto saß, schaute ich erst einmal in den Rückspiegel. Gerade heute lagen die Haare nicht so wie sie sollten. Aber das war mir nach diesem schönen Kompliment auch egal.
Und wenn es mein letzter Tag wäre?
Es ist noch soviel Monat übrig wenn das Geld schon längst ausgegeben ist, das man zur Verfügung hat. Ich habe den Eindruck, dass es von Jahr zu Jahr schlimmer wird. Wenn ich einkaufen gehe, stehe ich vor den Regalen und rechne die Preise von Euro in DM um. Soll man nicht, ich mache es trotzdem, sonst käme ich gar nicht mehr mit meinem Geld aus. Welch ein Schock, was das alles kostet – obwohl sich angeblich bei der Umstellung auf den Euro an der Preisgestaltung nichts geändert haben soll.
Dass Kleinpackungen teurer sind als Großpackungen weiß wohl jeder. Aber dass Großpackungen nicht immer preiswerter sind im Verhältnis zu kleinen Packungen, das weiß nicht jeder. Manchmal muss ich mehrmals nachrechnen – Himmel ist mein Kopfrechnen schlecht geworden, seit es Taschenrechner gibt – um das zu glauben.
Von klein auf war ich ein sparsamer Mensch. Ich kann wirklich behaupten gelernt zu haben, mit Geld umzugehen. Ich werde auch bis an mein Ende ein sparsamer Mensch bleiben.
Doch manchmal schlage auch ich über die Stränge. Dann stelle ich mir die Frage: Brauche ich das wirklich, was ich gerne haben möchte? Nein, meist brauche ich es nicht. Manchmal verzichte ich, manchmal brauche ich das Teil für mein Seelenheil. Immer öfter stelle ich mir die Frage: Und was ist, wenn ich morgen tot umfalle? Dann habe ich etwas verpasst. Dann habe ich die Kamera, den PC, das teure Buch, eine neue Software, ein Schreibkurs und all die schönen Dinge nicht gehabt, an denen und mit denen ich mich erfreuen kann, mit denen ich lernen und wachsen kann, die mein Leben bereichern und lebenswert machen.
Klar, ich kann auch ohne diese Dinge leben. Mir würde auch dann sicher nicht langweilig werden. Aber in meinem Leben würde etwas fehlen, das ich nicht mehr missen möchte.
Der Aberglaube und ich
Heute Morgen wollte ich mal schauen, wie grau ich am Hinterkopf mittlerweile bin. Das geht natürlich nur mit einem Handspiegel. Spiegel rausgekramt, geguckt, Spiegel aus der Hand gefallen … waaahhh!
Nicht dass ich abergläubisch bin, aber ein ungutes Gefühl überkam mich spontan. Doch der Spiegel ist heil geblieben. Lediglich ein Stück vom blauen Rahmen ist abgesplittert und winzige Teile haben sich im Bad und sogar im Flur verteilt.
Aber der Spiegel ist heil geblieben. Und ich bin froh darüber, obwohl ich nicht abergläubisch bin.
Geduld und Zeit
Die brauchte mein persönlicher Coach heute, damit ich der Umsetzung meiner Ideen und Visionen wieder einen Schritt näher rücken konnte.
Vielen Dank dafür und für die sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit. Schön, dass wir uns gefunden haben.
Jeden Tag etwas mehr, jeden Tag etwas Neues – Umsetzung nimm dich in acht, ich komme.
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