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Artikel-Schlagworte: „Dorfidylle“
Picknick im Regen
Mittwoch, 10. August 2011, 11 Uhr, 11,2 Grad, 2. Ferienwoche
“Es gibt kein schlechtes Wetter in den Sommerferien”, dachten sich wohl die Nachbarskinder und machten kurzerhand ein Picknick auf der Wiese. Geschützt unter Bäumen und ihren Regenschirmen hatten sie sichtlich ihren Spaß.
Jammere noch einmal jemand über das Wetter – so schön kann schließlich schlechtes Wetter sein.

Raus geht’s
Endlich geht es wieder nach draußen. Die Kühe freuen sich – und nicht nur die.
Es ist schön zu sehen, wie sie sich über die Luft und die grüne Wiese freuen. Ich habe noch nie Kühe gesehen, die voller Lebensfreude in die Luft springen können.

Geweht und gewachelt
Früh um Sechs schob mein Vermieter mit dem Bulldog den Schnee aus meiner Einfahrt. Auch der Bauer räumte schon mit schwerem Gerät. Oje, wenn zu nachtschlafender Zeit so viel los ist, dann muss es in der Nacht arg „gewachelt“ haben. Viel Lust zum Aufstehen hatte ich nicht, denn das bedeutet für mich: Schwere körperliche Abend vor dem Frühstück.
Aber so schlimm war es dann doch nicht. Der stürmische Wind hatte schon viel weggeweht und den Rest machte ich mit links.
Ein wunderschöner Spaziergang am Mittag entschädigte mich dann für den Kraftakt am Morgen. Dick eingemummelt machte sich das Frauchen mit dem Hund auf die Wanderschaft – gefolgt vom maulenden Paulchen der ruckzuck ein rotes Näschen bekam. Aber er musste unbedingt mit und wollte nicht wieder nach Hause. Irgendwann blieb er zurück, schaute uns nach und macht sich dann auf den Heimweg. Eine ganze Weile hörte ich ihn noch beleidigt maunzen. Und als wir wieder zurück waren kam er freudestrahlend um die Hausecke und mit hinein in die warme Stube.
Wer guckt durchs Fenster?
Es ist die Angie, das Nachbarpferdchen, das in mein Wohnzimmer schaut. Manchmal wiehert es auch und versucht so, an Leckerlis zu kommen.
Ganz schön raffiniert so ein Minipferd.
Eine Kuh macht Muh
Und ich schmunzel dazu.
Zuerst waren es nur Stempen, die jemand ohne mein Bemerken in die Wiese geschlagen hatte. Was wird das, dachte ich, ist das Kunst? Sah cool aus.
Dann kamen Bretter dazu. Aha, das wird ein Zaun. Klar. Aber wofür? Dürfen etwa die Kühe auf die Wiese? Hier sieht man selten Kühe auf den Wiesen.
Zu dem Zaun kamen noch mehr Stempen. Eine weitere Wiese wurde eingezäunt, und noch eine und noch eine.
Dann sah ich sie. Eine Kuh nach der anderen traute sich die neugebaute Rampe herunter. Die ersten mutigen Tiere fraßen schon von dem saftigen Grün. Eine Kuh traute sich nicht, kehrte auf der Rampe wieder um und verursachte einen Kuhstau. Immer wieder ging sie bis zur Hälfte die Rampe hinunter und kehrte dann um – und mit ihr alle Tiere, die schon hinter ihr her kamen.
So nach und nach kamen immer mehr Kühe auf die Wiese und liefen und sprangen herum und freuten sich ihres Lebens.
Ich freute mich mit und schaute von meinem Logenplatz am Küchenfenster zu. Noch nie habe ich eine Kuh so hoch und geschmeidig in die Luft springen sehen wie eine Katze, die einen Schmetterling im Fluge fangen will. Ein sehr schönes Bild und ich muss gestehen, ich hatte Tränen der Rührung in den Augen. Hach, bin ich wieder sentimental.
Von meiner Bank vorm Haus könnte ich stundenlang den Tieren zuschauen. Das hat mir zu meinem (nicht immer) ruhigen, beschaulichen Landleben noch gefehlt. Ich freue mich.
Sommerabend
Der Abend ist mild und ich sitze noch spät auf der Terrasse und schaue in den Garten. Paarungswillige Glühwürmchen fliegen durch die Nacht und leuchten wie tanzende Sterne, die ein Gastspiel auf der Erde geben. Eine Kirchturmuhr schlägt zehnmal, irgendwo fährt ein Auto und ein Flugzeug zieht in Reisehöhe über mich hinweg. Es ist ruhig und kein Windhauch flüstert mir ins Ohr.
Der Himmel ist noch recht hell, doch die Schrift auf meinem Schreibblock kann ich kaum sehen. Ich drehe eine letzte Runde durch meinen Garten. Die Luft riecht nach Heu und gedüngten Wiesen. Meine englischen Rosen betören durch ihren schweren Duft. Meine Gartenlaternen spenden ein weißes Licht und beleuchten die darunter wachsenden Blumen. Der frisch gemähte Rasen ist feucht – ein Zeichen dafür, dass das Wetter morgen so schön wird wie heute.
Hinter mir an der Hauswand raschelt es. Meine Katzen sind es nicht. Die streunen auf der großen Wiese herum auf der Jagd nach Mäusen und anderem Getier. Es kratzt und schubbert und ich weiß nicht, ob das eine Maus oder ein Igel ist. Oder ist es vielleicht eine Kröte, eine Eidechse, ein Wiesel oder gar eine Schlange?
Ich bin zu feige um nachzusehen. Muss ich wissen, was das ist? Lieber bleibe ich am Tisch sitzen, Kerzenschein erhellt mittlerweile ein wenig meinen Block und ich schreibe ein paar Zeilen.
Es raschelt wieder hinter mir. Wenn mir jetzt etwas über die Füße laufen sollte, schreie ich ganz laut. Da verstehe ich keinen Spaß. Wo sind nur meine samtpfotigen Jäger? Wenn man sie braucht, sind sie nicht da.
Aber jetzt geht Ninja in die Ecke und nimmt die Sache in die Pfote. Sie schnuppert am Blumenkübel und es raschelt lauter. Ob ich doch noch meine Taschenlampe hole? Nun quickt auch noch das Meerschweinchen der Nachbarn. Möglicherweise stromern dort meine Katzen herum, statt im heimischen Garten nächtliche Ungeheuer zu fangen.
Als hätte sie meine Gedanken gehört kommt Pauline nach Hause. Wenn ich denke, dass sie meine Rettung ist, habe ich mich getäuscht. Sie möchte ins Haus. Nachts schläft sie lieber im Hundekörbchen statt sich mit Artgenossen zu zanken.
Zeit für mich, mein Geschreibsel zu beenden. Einen Moment schaue ich noch den Glühwürmchen zu und frage mich, ob man Glühwürmchen fotografieren kann.
Endgültig packe ich meine Sachen zusammen und ziehe mich zur Nacht zurück. Gute Nacht Welt, bis morgen.
Nee, ne!?
Endlich, endlich ist schönes Wetter. Ich werde zwar fast vom stürmischen Wind von meiner Liege geweht, aber die Sonne scheint warm vom weißblauen Himmel. Ich ändere ständig den Platz für die Liege. Im Schatten ist es zu kalt. In der Sonne und dem Wind ist es auch zu frisch. Hinter meiner Werkstatt ist es windstill und eine Weile halte ich es dort aus. Dann wird mir natürlich zu warm. So geht das Spiel eine ganze Weile. Liege hin, Liege her.
Was ich gestern noch einigermaßen ertragen konnte nervt mich heute total. Einer der Bauern fing gestern an seine Wiesen zu mähen. Irgendwo hämmerte jemand, woanders dröhnte ein Rasenmäher. Ich fasse es nicht.
Heute geht es weiter mit Mähen – direkt gegenüber von meinem Haus. Ich verziehe mich in die hinterste Ecke meines Gartens. Dort, meine ich, würde der Lärm nicht vordringen. Pustekuchen. Lärm kann man nicht entfliehen. Außer: Man macht selbst welchen. ![]()
Also gehe ich in meine Werkstatt, rolle mein langes Stromkabel aus und säge. Dann schleife ich ein paar Holzstücke für meinen Schmuck. Das hat nicht viel Lärm gemacht. Und was höre ich? Der Nachbar mäht seinen Rasen! Ist in Bayern kein Feiertag?
So! Mit mir nicht! Ich rufe meine Vermieter an und frage ob ich den Rasenmäher haben kann. Was die Bayern können, können die Preußen schon lange – wenn es sein muss. Mit Hingabe mähe ich meinen Rasen. Ein bisschen habe ich ein schlechtes Gewissen. Doch wozu? Wenn alle Lärm machen, kann ich das auch. So!
Sie sammeln wieder
Die kleinen putzigen Kerlchen wetzen über die Wiese und sammeln was sie finden können. Leider hat mein Walnussbaum in diesem Jahr kaum Nüsse. Aber bis sie das merken hüpfen sie gekonnt von Baum zu Baum und ärgern Ninja damit. ![]()

Meine kleine Werkstatt
In der letzten Zeit habe ich mich etwas rar gemacht. Das hatte seinen guten Grund. Eine Menge Zeit musste ich verplempern für einen immer noch defekten Akku-Trimmer, dessen Ersatz auch nicht besser funktionierte, und ein plötzlich abgeklemmtes Telefon, zuzüglich Ausfall des Internets. ![]()
Einen lange gehegten Traum konnte ich mir endlich erfüllen: Ich habe mir eine kleine Werkstatt eingerichtet. Während ich das tat, sprudelten die Ideen massenhaft auf mich ein. Somit habe ich gleich einmal meine Holz & Farben-Homepage neu gemacht, weil mir die alte schon lange nicht mehr gefiel. Da ich schon einmal dabei war, habe ich gleich dazu ein Blog erstellt. Wenn schon, denn schon.
Wer gucken möchte:
Zwei Wochen Ruhe …
… bis zum nächsten Rasenmähen. Bis dahin sind dann meine Schwielen in den Händen wieder verheilt. ![]()
Jetzt sieht es im Garten wieder aus wie in einem Park. Das mag ich gerne und auch den Duft des geschnittenen Rasens.
Ninja gefällt der frisch geschnittene Rasen auch immer sehr und sie wälzt sich mit Vorliebe darauf. Danach sieht sie dann aus wie eine Verwandte der kleinen grünen Männchen. ![]()
- Sabine bei Das ist gemein
- Vera bei Das ist gemein
- Ellen bei Das ist gemein
- Heidi bei Herzenssache
- Vera bei Herzenssache
- Anette bei Herzenssache
- Heidi bei Frühling im Wald
- Vera bei Internet kaputt
- Astrid bei Internet kaputt
- Vera bei Internet kaputt
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