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Artikel-Schlagworte: „Brauchtum“
Heute ist Rauhnacht
Heute ist die letzte Nacht der Rauhnächte. Am Abend vor dem Dreikönigstag finden wieder diverse Brauchtumsveranstaltungen statt. Auch auf dem Marktplatz von Waldkirchen sind die Geister und Dämonen unterwegs.
Die Rauhnudelsänger aus Wollaberg waren auch schon bei mir und spielten auf. Dazu tanzte ein altes und ein junges Brautpaar. Traditionell besteht eine Gruppe aus den beiden Brautpaaren, einem Musikanten und einem Dieb. Das alte Brautpaar symbolisiert das alte Jahr. Das junge Brautpaar steht für das neue Jahr und die bald in Fruchtbarkeit erblühende Erde. Bilder zur Rauhnacht findet Ihr in der Foto-Galerie.
Oh Tannenbaum
Der erste Weihnachtsbaum seit Jahren: Schön ist er geworden.


Fröhliche Weihnachten
Am heutigen Heiligen Abend stürmt und “schnegnet” es auf den Restschnee. Aber das macht mir nichts aus. Den Baum haben wir gestern im Wohnzimmer aufgestellt. Gleich wird er bei adventlicher Musik geschmückt.
Und den Rest des Tages verbringen wir mit gemütlichem Warten aufs Christkind.
Ich wünsche allen meinen treuen LeserInnen ein schönes Weihnachtsfest. Macht es Euch so schön wie möglich.
Eure Vera

Der vierte Advent
Meine Morgengymnastik (Schnee schaufeln) habe ich schon längst hinter mir. Draußen schneit es wieder und es ist still. Im Wohnzimmer wärmt uns der Holzofen. Wir zünden die vierte Kerze an und machen es uns mit dem Rest Lebkuchen gemütlich.

Schüttel-Lebkuchen
Eigentlich bin ich nicht die große Adventsbäckerin. Aber Lebkuchen nach einem Rezept von Schwesterherz muss einfach sein. Er nennt sich auch Schüttel-Lebkuchen, weil alles Zutaten in einem verschließbaren Behälter geschüttelt werden.
Der unwiderstehliche Duft von Lebkuchengewürz und Haselnuss lässt ihn allerdings nicht alt werden. Warum auch? Es gibt ihn nur zu Weihnachten und ist und bleibt etwas besonderes.

Weihnachtsmarkt Waldkirchen
Der beliebte Weihnachtsmarkt hat wieder geöffnet. Gestern Nachmittag eröffnete der Weihnachtsengel mit seinem Gefolge die Marktweihnacht.
Marktzeiten: Täglich geöffnet bis 24.12.2010, Eintritt frei, Programm und Veranstaltungen finden Sie im Flyer, einen Blick auf den Marktplatz zeigt die Webcam.
- Mo-Mi: 10 – 18 Uhr
- Do-Fr: 10 – 19 Uhr
- Sa: 10 – 18 Uhr
- So: 13 – 18 Uhr

Heilige Drei Könige
Da gehen sie dahin, die Heiligen Drei Könige. Bei Wind und Wetter gehen sie, wie jedes Jahr, von Haus zu Haus und sammeln Geld.

Der letzte Feiertag für längere Zeit geht zu Ende. Endlich. Mit der Rauhnacht ist auch die (vorläufig) letzte Sammelaktion beendet.
Während die Waldkirchener Rauhnacht ihren Höhepunkt fand, waren gestern in einigen Dörfern die Rauhnudelsänger unterwegs. Kleine Gruppen ziehen durch die Straßen und Gassen. Sie haben ein altes und ein junges Brautpaar dabei. Das junge Brautpaar stellt den Frühling dar, dass tanzend den Winter (das alte Brautpaar) vertreibt. Die Tänzer und Sänger sammeln für einen guten Zweck und bekommen natürlich auch hie und da einen Schnaps zum Aufwärmen.
Silvester im Nebel
Das erste Mal in meinem Leben wollte ich in der Silvesternacht Bilder vom Feuerwerk machen. So habe ich mir an meinem Schlafzimmerfenster die Gardine abgehängt und meine Kamera aufgebaut.
Ein Dorfbewohner konnte es gar nicht abwarten und fing schon um 19.30 Uhr an, sein Feuerwerk in die Luft zu jagen. Kurz nach 21 Uhr kam ich dann auf die Idee, schon einmal ein paar Probeschüsse zu machen. Leider stand ein Baum im Weg, aber das war mir egal, schließlich war das nur Probe und ich wartete weiter auf den Höhepunkt des Abends.
Eigentlich mag ich die Silvesterknallerei nicht. So schön das Feuerwerk auch aussehen mag, an Klimaschutz denkt in dem Moment niemand und auch nicht an die armen Menschen, die just in dem Moment verhungern oder erfrieren. Auch in unserem „reichen“ Land.
Dieses Mal aber freute ich mich, weil ich doch schöne Aufnahmen machen wollte.
Nachdem ich mit mir selbst angestoßen und mir und meinen Tieren ein gutes neues Jahr gewünscht hatte, sprintete ich nach oben ans Fenster. Oh, welche Enttäuschung. Es war neblig. Anfangs konnte ich noch wenige Lichter sehen, die auf den Fotos aber nicht auszumachen waren. Dann war es so neblig, dass ich nur Lichterschein sah. Oh Mann, Vollmond und Nebel, schlimmer geht nimmer. Ich hörte es nur knallen und sah nichts außer weiß. Dabei hatte ich am Schlafzimmerfenster einen Logenplatz und von dort schon öfter das Feuerwerk gesehen.
Schaaaaaaade. Jetzt muss ich ein Jahr warten bis zum nächsten Knipsversuch.
Aber eines der frühen Bilder ist doch einigermaßen geworden, wenn es auch eher wie ein Kratzbild aussieht.
Trotzdem, oder gerade deshalb, wünsche ich mit diesem Foto allen meinen LeserInnen ein frohes neues Jahr.
Rauhnacht in Waldkirchen
Die staade Zeit – die Rauhnächte. Wenn die Nächte lang sind, dann ziehen sie los: die Hexen und Druden, die Dämonen und Untoten, die Schratzln, die Hoabergoaß und der bluatige Thamerl in ihren dicken Fellen und schaurigen Holzmasken.
Sie kommen aus den dunklen Wäldern des Bayerischen Waldes, aus ihren Höhlen und Schluchten herausgekrochen. In diesen Tagen fallen sie in die Gasthöfe ein und erschrecken die Gäste mit ihrem unheimlichen Gesang, wenn sie ihre ‚Kropfa’ fordern. Sie ziehen durch die stillen, dunklen Gassen von Waldkirchen und wer sie nicht kennt, wird sich schnell angstschlotternd in den nächsten Hauseingang drücken. Begleitet werden sie von einem unglaublich lautem Gescheppere von riesigen Kuhglocken, die die Unterhöhenstettener Glöckler vor sich tragen. Auch in den Dörfern, selbst auf den entlegensten Höfen ist man nicht sicher. Von Haus zu Haus gehen sie und fordern ihre Rauhnudeln. Durch die Nacht schallt ihr:
„Kropfa raus, Kropfa raus, oder wir stechan enk a Loch ins Haus!“
Die letzte und schlimmste der Rauhnächte ist die Nacht zum Dreikönigstag.
Auf dem Waldkirchener Marktplatz wird dann ein Riesenspektakel veranstaltet, das die Zuschauer das Fürchten lehrt. Die rauen Gestalten ziehen über den Marktplatz und manch einer schreit hysterisch auf, wenn ihn eine Hexe an die Schulter gepackt hat oder eine Fratze ganz dicht vor seinem Gesicht auftaucht. Auch ein Knochen an einer Schnur baumelt schon mal vor den Augen des Zuschauers. Da darf man nicht zimperlich sein. Am Ende tanzen die unheimlichen Gestalten ums lodernde Feuer. Sie verbrennen mit wildem Geschreie und Glockengescheppere eine Strohpuppe, die am Galgen hängt, und mit ihr das Böse des vergangenen Jahres.
Schaurig schön, immer wieder. Wer das noch nicht erlebt hat, wird begeistert sein.
Am 5. Januar ist es wieder soweit. Das ist die letzte Nacht der Rauhnächte, die an dem Tag ab 20 Uhr auf dem Marktplatz von Waldkirchen ihren Höhepunkt findet.
Heute gab es wieder einen kleinen Vorgeschmack, sozusagen eine Minirauhnacht. Auch ich war unterwegs, um die heiteren Gesellen zu fotografieren. Natürlich waren zwischendurch die Batterien leer, der Blitz löste nicht immer aus, aber ich konnte doch eine Anzahl Fotos machen, bis mich der Eisregen wieder nach Hause trieb.
Weitere Fotos gibt es in der Foto-Galerie.
Frohe Weihnachten
Meinen lieben LeserInnen wünsche ich schöne Weihnachtsfeiertage.
- Stefan bei Meine beiden Welten
- Vera bei Meine beiden Welten
- Stefan bei Meine beiden Welten
- Ellen bei ZugeSPAMt
- Vera bei ZugeSPAMt
- Ellen bei ZugeSPAMt
- Vera bei ZugeSPAMt
- Vera bei ZugeSPAMt
- Ellen bei ZugeSPAMt
- Astrid bei Altmodisch
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