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Bayerischer Wald
10. September 2010, 11:01
Wolkig
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Wolkig mit Regenschauern
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Artikel-Schlagworte: „Bei mir um’s Eck“

Heilige Drei Könige

Da gehen sie dahin, die Heiligen Drei Könige. Bei Wind und Wetter gehen sie, wie jedes Jahr, von Haus zu Haus und sammeln Geld.

Heilige Drei Könige

Der letzte Feiertag für längere Zeit geht zu Ende. Endlich. Mit der Rauhnacht ist auch die (vorläufig) letzte Sammelaktion beendet.

Während die Waldkirchener Rauhnacht ihren Höhepunkt fand, waren gestern in einigen Dörfern die Rauhnudelsänger unterwegs.  Kleine Gruppen ziehen durch die Straßen und Gassen. Sie haben ein altes und ein junges Brautpaar dabei. Das junge Brautpaar stellt den Frühling dar, dass tanzend den Winter (das alte Brautpaar) vertreibt. Die Tänzer und Sänger sammeln für einen guten Zweck und bekommen natürlich auch hie und da einen Schnaps zum Aufwärmen.

Rauhnacht in Waldkirchen

Die staade Zeit – die Rauhnächte. Wenn die Nächte lang sind, dann ziehen sie los: die Hexen und Druden, die Dämonen und Untoten, die Schratzln, die Hoabergoaß und der bluatige Thamerl in ihren dicken Fellen und schaurigen Holzmasken. Der bluatige Thamerl
Sie kommen aus den dunklen Wäldern des Bayerischen Waldes, aus ihren Höhlen und Schluchten herausgekrochen. In diesen Tagen fallen sie in die Gasthöfe ein und erschrecken die Gäste mit ihrem unheimlichen Gesang, wenn sie ihre ‚Kropfa’ fordern. Sie ziehen durch die stillen, dunklen Gassen von Waldkirchen und wer sie nicht kennt, wird sich schnell angstschlotternd in den nächsten Hauseingang drücken. Begleitet werden sie von einem unglaublich lautem Gescheppere von riesigen Kuhglocken, die die Unterhöhenstettener Glöckler vor sich tragen. Auch in den Dörfern, selbst auf den entlegensten Höfen ist man nicht sicher. Von Haus zu Haus gehen sie und fordern ihre Rauhnudeln. Durch die Nacht schallt ihr:
„Kropfa raus, Kropfa raus, oder wir stechan enk a Loch ins Haus!“
Die letzte und schlimmste der Rauhnächte ist die Nacht zum Dreikönigstag.
Auf dem Waldkirchener Marktplatz wird dann ein Riesenspektakel veranstaltet, das die Zuschauer das Fürchten lehrt. Die rauen Gestalten ziehen über den Marktplatz und manch einer schreit hysterisch auf, wenn ihn eine Hexe an die Schulter gepackt hat oder eine Fratze ganz dicht vor seinem Gesicht auftaucht. Auch ein Knochen an einer Schnur baumelt schon mal vor den Augen des Zuschauers. Da darf man nicht zimperlich sein. Am Ende tanzen die unheimlichen Gestalten ums lodernde Feuer. Sie verbrennen mit wildem Geschreie und Glockengescheppere eine Strohpuppe, die am Galgen hängt, und mit ihr das Böse des vergangenen Jahres.
Schaurig schön, immer wieder. Wer das noch nicht erlebt hat, wird begeistert sein.

Rauhnacht

Am 5. Januar ist es wieder soweit. Das ist die letzte Nacht der Rauhnächte, die an dem Tag ab 20 Uhr auf dem Marktplatz von Waldkirchen ihren Höhepunkt findet.
Heute gab es wieder einen kleinen Vorgeschmack, sozusagen eine Minirauhnacht. Auch ich war unterwegs, um die heiteren Gesellen zu fotografieren. Natürlich waren zwischendurch die Batterien leer, der Blitz löste nicht immer aus, aber ich konnte doch eine Anzahl Fotos machen, bis mich der Eisregen wieder nach Hause trieb.

Weitere Fotos gibt es im Photoblog.

Alpen ganz nah

Herrlichster Sonnenschein, knackekalt und die Alpen in Reichweite. Restschnee bei mir am Berg, Nebel unten im Tal. So zeigte sich der heutige Tag.
Dort unten, unter der Nebeldecke, war ich einkaufen und mit Ninja spazieren.
Ich hätte auch im Sonnenschein spazierengehen können. Schön, wenn man sich das aussuchen kann, oder? Allerdings wollte ich ein paar Nebelbilder machen. Ist mir nicht gelungen. Das war nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte. So habe ich unter anderem ein paar Birkenzweige fotografiert. Ist doch auch etwas.

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Weihnachtsmarkt Waldkirchen

Bald ist es wieder soweit: Der Weihnachtsmarkt Waldkirchen öffnet seine Pforten. Die Hütten sind aufgebaut und werden von ihren Mietern liebevoll eingeräumt und dekoriert. In siebzehn Hütten gibt es alles was das Herz – und der Magen – begehrt. Auch der große Weihnachtsbaum steht bereit und wartet nur noch auf Schnee.
Am 26.11.09 um 16.30 Uhr eröffnet der Weihnachtsengel mit seinem Gefolge die Marktweihnacht.

Marktzeiten: Täglich geöffnet

  • Mo-Mi: 10 – 18 Uhr
  • Do-Fr:  10 – 19 Uhr
  • Sa:      10 – 18 Uhr
  • So:      13 – 18 Uhr

Das Besondere: Der Weihnachtsmarkt schließt erst an Silvester nach der Abschlussfeier um 10 Uhr seine Pforten.

Wer mal schauen möchte: Webcam Waldkirchen

Übrigens: Dort hinten, in den Bergen, mit den vier Zwergen, dort lebe ich.

Totenbretter im Bayerischen Wald

Faszinierend finde ich den Brauch der Totenbretter, die man immer noch im Bayerischen Wald findet. Ich habe sie allerdings noch nicht gefunden und nur im Museumsdorf bewundern können.
Früher, als es noch keine Särge und auch keine Leichenhäuser gab, wurden die Toten in ein Leinentuch gewickelt und auf ein Brett gelegt. Bis zum Begräbnis bahrte man den Leichnam so in der Stube auf. Das konnte im Winter, wenn alles tief verschneit war, auch Wochen oder sogar Monate dauern. Wobei der Aufenthalt des Brettes mitsamt Leichnam sicher an einen anderen Ort gewechselt hatte.
Man beerdigte den Leichnam mitsamt des Brettes oder schob ihn vom Brett hinunter ins Grab und bewahrte das Brett entweder für weitere Todesfälle auf, verbrannte es oder arbeitete es als Erinnerung um. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Gestaltung des Brettes. Es wurde mehr und mehr verziert und mit Inschrift versehen.
Totenbretter
Ein Volksglaube erzählt, dass die Seelen der Toten erst ihre Ruhe finden, wenn das Totenbrett gänzlich zerfallen oder die Inschrift nicht mehr zu lesen ist. Darum wählte man bewusst Hölzer, die schnell verrotten und stellte das Gedenkbrett an Stellen auf, an denen es Wind und Wetter ausgesetzt war.
Nach Einführung der Sargbestattung hielt man an der Tradition der Gedenkbretter fest, auch wenn die nicht mehr zur Aufbewahrung des Leichnams dienten. Sie wurden an Kirchwegen aufgestellt, aber auch an Kapellen, Backöfen und Getreidekästen, und dienten somit als Erinnerung an den Verstorbenen.

Im Nebel versunken

So schaut das hier öfter aus. Heraus aus dem Nebel ragen die höher gelegenen Orte. Wie auf dem Bild Wollaberg. Ich wohne vor der Nebelkuhle rechts im Bild. Zwar auch auf einem Hügel, aber auf diesem Foto zugepackt mit Nebel.
Ihr seht mich nicht? Huhu, ich winke doch schon ganz dolle.

Übrigens: Wenn Euch das Bild bekannt vorkommen sollte, schaut einmal mein Headerbild an.

26.10.2008 008 -C

Abschied vom Herbst

Herbst

Die goldenen Tage des Herbstes sind vorbei. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich nur noch wenige Blätter an den Bäumen. Noch sind die Wiesen grün – sie wurden bevor der Schnee liegenbleibt noch einmal kräftig gedüngt – doch der Himmel ist trübe. November.

Bunter Zaun

Was hat Staubsaugen mit Urheberrecht zu tun? Genau genommen: Gar nichts.
Heute Morgen erledigte ich hingebungsvoll – wirklich – meine hausfraulichen Pflichten in Form von Staubsaugen, als das Telefon klingelte. Ach nein, keine Störung, ich bin fast fertig. Da ich gerade neben dem Telefon stand schielte ich auf das Display. Null zwo irgendwas, irgendwo im Rheinland, könnte meine Schwester sein. Also nahm ich den Hörer, ohne den Staubsauger abzustellen, und wollte ihr sagen, dass ich nur noch zwei Quadratmeter zu saugen hätte und sie dann zurückrufe.
Aber es war gar nicht meine Schwester. Es war … hatte ich wegen des Lärms nicht verstanden. So schaltete ich den Staubsauger doch ab.
Es war eine Dame, die im Internet für ihre Firma nach Zaunbildern gesucht hat und bei mir im Blog DAS Foto gefunden hat. Ich grübelte kurz bis mir einfiel, dass sich das Foto in dem gewonnenen Designblog befindet, dessen Inhalt ich eigentlich schon gelöscht haben wollte.
Genau dieses Foto hätte die Dame gerne für ihr Projekt. Oh, das finde ich schön, dass mein kleines Foto gefällt und es jemand gebrauchen kann.

Bunter Zaun

Dieses Foto hatte ich im letzten Jahr im Wald geschossen. Dieser hübsche bunte Zaun gehört zum Waldkindergarten. Die Waldbachkinder sind den ganzen Tag draußen im Wald und spielen mit dem, was sie dort vorfinden. Sommers wie Winters. Egal wie kalt, egal wieviel Schnee. Für ganz extremes Wetter gibt es eine feste Hütte. Die Waldbachkinder lernen viel in und von der Natur. Ich finde das sehr schön – ich habe leider nie einen Kindergarten besuchen dürfen – und beneide die Kinder sehr um dieses Erleben.
Und da es ihr Zaun ist, den ich auf den Chip bannte, kommt ihnen als Dank eine Spende in Höhe eines Jahres-Mitgliedsbeitrages von der Firma WASI zu.
Das finde ich sehr nett von dieser Firma. Ich freue mich sehr, dass auf diesem Wege mehrere Menschen glücklich gemacht werden: Die Firma, die IHR Foto drucken kann, die Waldbachkinder, die sicherlich Verwendung für die Spende haben, und auch ich, die mächtig stolz ist, ein Foto geschossen zu haben, das etwas bewegt.

Ein paar Worte zum Schluss: Es wird viel geklaut im Internet. Das Urheberrecht kennt manch einer nur vom Hören-Sagen. Fragen kostet nichts. Ich hätte das Foto auch kostenlos freigegeben, weil ich mich darüber freue, auf diesem Wege Anerkennung zu finden. Aber mehr noch freue ich mich, so den Waldkindergarten unterstützen zu können.
Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen Gedanken machen, bevor sie einfach ein  Foto oder einen Text klauen. Es wird nicht immer eine schöne Geschichte werden, aber zumindest der Urheber wird glücklich sein, wenn sein Werk anerkannt wird. Das muss nicht einmal etwas kosten. Nur Zeit für eine Anfrage.

Die Stadt der hundert Türme – Prag

Ein Tag in Prag

Um vier Uhr aufstehen hieß es am Reisetag, denn um 5.30 Uhr standen Schwesterherz und ich am Abholpunkt des Reiseunternehmens. Der Zubringerbus brachte uns nach zwei Zwischenstopps nach Freyung, wo wir mit den Leuten aus zwei weiteren Kleinbussen auf den großen Reisebus warteten.
Trotz der ungewohnten frühen Stunde – und verdammt dunkel war es – war ich überhaupt nicht müde. Ich freute mich auf die Fahrt und auf Prag. Was würden wir sehen, was erleben? Hielt das Wetter (es war Regen angesagt) einigermaßen?
Gutes Schuhzeug sollten wir anziehen, sagte man uns im Tourismusbüro. Hilfe, welche Schuhe ziehe ich denn an? Zur Vorsicht habe ich mir ein Paar Ersatzschuhe mitgenommen, man kann ja nie wissen.

Der Busfahrer erzählte uns einiges von den Städten, durch die wir fuhren, erklärte uns, was wir unterwes sahen, als es hell wurde. Was sahen wir? Viel Landschaft.
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Acht Zentimeter …

Erster Schnee

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