Vera

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Wetter bei mir
Bayerischer Wald
10. September 2010, 11:50
Bewölkt
Bewölkt
13°C
Gefühlte Temperatur: 14°C
Luftfeuchtigkeit: 78%
Wind: 11 km/h W
Böen: 18 km/h
Sonnenaufgang: 6:34
Sonnenuntergang: 19:29
Vorhersage 10. September 2010
Tag
Wolkig mit Regenschauern
Wolkig mit Regenschauern
16°C
Wind: 4 km/h W
Böen: 11 km/h
Nacht
Überwiegend klar
Überwiegend klar
7°C
Wind: 0 km/h NNW
Böen: 4 km/h
Vorhersage 11. September 2010
Tag
Wolkenlos
Wolkenlos
17°C
Wind: 0 km/h O
Böen: 11 km/h
 
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Archiv für die Kategorie „Landleben“

Schwer beschäftigt

Mein letzter Beitrag ist schon ewig her und ich habe fast ein schlechtes Gewissen. Alle die mich hier vermissen und schon nachgefragt haben, was denn los sei: Ich bin noch da – nur schwer beschäftigt.
Zuerst war meine Mutter ein paar Tage zu Besuch. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten jeden Tag etwas unternehmen, grillen und bis in den späten Abend draußen sitzen bei einem Glas Wein und viel Erzählen von früher. Meine Mutter hat ein super Gedächtnis und sie kann sich an Dinge erinnern, von denen ich gar nichts mehr weiß. Zum Beispiel wann wir wo im Urlaub waren, welches Wetter an einem bestimmten Tag gewesen ist und welche Kleider wir trugen. Toll! Ich kann mich schon nicht mehr daran erinnern, was ich gestern an hatte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Meine Maus – deine Maus – unsere Maus

Nicht immer wird so friedlich geteilt. Da Katzen aber keine Spitzmäuse fressen, gibt es auch keinen Futterneid. Die Maus muss nicht als Futterbeute verteidigt werden und die Kameraden dürfen gerne mitspielen.
 

 

Beerige Zeiten

So macht der Sommer Spaß – mit kleinen fruchtigsüßen Beeren auf der Sonnenliege unterm Walnussbaum abhängen.
Nachdem ich gestern etliche Schubkarren voll Holz aufgestapelt habe (also das Holz, nicht die Schubkarren), habe ich mir das redlich verdient.

Beerige Zeiten

Synchron-Fressen

Wenn ich richtig geguckt habe, dann sind das die Raupen vom Königskerzen-Mönch. Ein Nachtfalter, dem ich nicht unbedingt im Dunkeln begegnen möchte. Ich gebe zu, es gruselt mich ein wenig vor ihnen.
Die Raupen finde ich wunderschön, doch fressen sie so langsam meinen Sommerflieder auf. Hoffentlich verwandeln sie sich bald in Falter, sonst bekommen die Schmetterlinge diesen Sommer keine Blüten. Wäre doch schade.

Königskerzen-Mönch-Raupe

Sommerabend

Der Abend ist mild und ich sitze noch spät auf der Terrasse und schaue in den Garten. Paarungswillige Glühwürmchen fliegen durch die Nacht und leuchten wie tanzende Sterne, die ein Gastspiel auf der Erde geben. Eine Kirchturmuhr schlägt zehnmal, irgendwo fährt ein Auto und ein Flugzeug zieht in Reisehöhe über mich hinweg. Es ist ruhig und kein Windhauch flüstert mir ins Ohr.
Der Himmel ist noch recht hell, doch die Schrift auf meinem Schreibblock kann ich kaum sehen. Ich drehe eine letzte Runde durch meinen Garten. Die Luft riecht nach Heu und gedüngten Wiesen. Meine englischen Rosen betören durch ihren schweren Duft. Meine Gartenlaternen spenden ein weißes Licht und beleuchten die darunter wachsenden Blumen. Der frisch gemähte Rasen ist feucht – ein Zeichen dafür, dass das Wetter morgen so schön wird wie heute.

Hinter mir an der Hauswand raschelt es. Meine Katzen sind es nicht. Die streunen auf der großen Wiese herum auf der Jagd nach Mäusen und anderem Getier. Es kratzt und schubbert und ich weiß nicht, ob das eine Maus oder ein Igel ist. Oder ist es vielleicht eine Kröte, eine Eidechse, ein Wiesel oder gar eine Schlange?
Ich bin zu feige um nachzusehen. Muss ich wissen, was das ist? Lieber bleibe ich am Tisch sitzen, Kerzenschein erhellt mittlerweile ein wenig meinen Block und ich schreibe ein paar Zeilen.
Es raschelt wieder hinter mir. Wenn mir jetzt etwas über die Füße laufen sollte, schreie ich ganz laut. Da verstehe ich keinen Spaß. Wo sind nur meine samtpfotigen Jäger? Wenn man sie braucht, sind sie nicht da.
Aber jetzt geht Ninja in die Ecke und nimmt die Sache in die Pfote. Sie schnuppert am Blumenkübel und es raschelt lauter. Ob ich doch noch meine Taschenlampe hole? Nun quickt auch noch das Meerschweinchen der Nachbarn. Möglicherweise stromern dort meine Katzen herum, statt im heimischen Garten nächtliche Ungeheuer zu fangen.
Als hätte sie meine Gedanken gehört kommt Pauline nach Hause. Wenn ich denke, dass sie meine Rettung ist, habe ich mich getäuscht. Sie möchte ins Haus. Nachts schläft sie lieber im Hundekörbchen statt sich mit Artgenossen zu zanken.
Zeit für mich, mein Geschreibsel zu beenden. Einen Moment schaue ich noch den Glühwürmchen zu und frage mich, ob man Glühwürmchen fotografieren kann.
Endgültig packe ich meine Sachen zusammen und ziehe mich zur Nacht zurück. Gute Nacht Welt, bis morgen.

Nee, ne!?

Endlich, endlich ist schönes Wetter. Ich werde zwar fast vom stürmischen Wind von meiner Liege geweht, aber die Sonne scheint warm vom weißblauen Himmel. Ich ändere ständig den Platz für die Liege. Im Schatten ist es zu kalt. In der Sonne und dem Wind ist es auch zu frisch. Hinter meiner Werkstatt ist es windstill und eine Weile halte ich es dort aus. Dann wird mir natürlich zu warm. So geht das Spiel eine ganze Weile. Liege hin, Liege her.

Was ich gestern noch einigermaßen ertragen konnte nervt mich heute total. Einer der Bauern fing gestern an seine Wiesen zu mähen. Irgendwo hämmerte jemand, woanders dröhnte ein Rasenmäher. Ich fasse es nicht.
Heute geht es weiter mit Mähen – direkt gegenüber von meinem Haus. Ich verziehe mich in die hinterste Ecke meines Gartens. Dort, meine ich, würde der Lärm nicht vordringen. Pustekuchen. Lärm kann man nicht entfliehen. Außer: Man macht selbst welchen.
Also gehe ich in meine Werkstatt, rolle mein langes Stromkabel aus und säge. Dann schleife ich ein paar Holzstücke für meinen Schmuck. Das hat nicht viel Lärm gemacht. Und was höre ich? Der Nachbar mäht seinen Rasen! Ist in Bayern kein Feiertag?

So! Mit mir nicht! Ich rufe meine Vermieter an und frage ob ich den Rasenmäher haben kann. Was die Bayern können, können die Preußen schon lange – wenn es sein muss. Mit Hingabe mähe ich meinen Rasen. Ein bisschen habe ich ein schlechtes Gewissen. Doch wozu? Wenn alle Lärm machen, kann ich das auch. So!

Das erste Mal

Alle haben es schon gemacht. Ich habe vor einer Woche überlegt, ob ich es auch wagen soll. Doch ich habe es auf diese Woche verschoben und musste bis heute wegen schlechtem Wetter warten. Es hatte am Vormittag noch etwas getröpfelt und die Wiese war nicht ganz trocken, aber ich musste es unbedingt tun.
Und ich habe es getan. Es tat mir furchtbar leid um die Gänseblümchen und die Löwenzähne. Aber sie wachsen ja wieder.
Jetzt bin ich froh, dass ich die Wiese gemäht habe. Denn am Abend fing es wieder an zu regnen. Glück gehabt.

Ninja

Fährt man so?

Man vielleicht nicht – aber der gemeine Niederbayer ab und zu schon.
Warum zweimal mit der Last fahren, wenn es mit der richtigen Technik bei einem Mal auch geht?

Bulldog1

Bulldog2

Ruhe im Blog

Ruhig ist es in meinem Alltag. Die Tage in meiner alten Heimat waren anstrengend. Viele Stunden habe ich im Auto verbracht, wenig und schlecht geschlafen, Verwandte und frühere Nachbarn getroffen, viel erzählt, geweint und gelacht, alte Freunde nach Jahren wiedergesehen und immer noch vertraut gewesen, eine mehr als nur Internetfreundin endlich in real kennengelernt, Eindrücke gesammelt, die Natur bewundert, die gut zwei Wochen weiter ist als bei mir …
Viel Zeug für ein paar Tage. Ich fühle mich matt, leer und ausgelaugt, und kehre schlecht in meinen Alltag zurück.
Den heutigen sonnigen, warmen Tag habe ich im Garten unterm Kirschbaum verbracht, Zeitschriften über das Landleben gelesen, gelauscht und die Landschaft angeschaut. Über mir im Baum summte es unentwegt. So nach und nach werden die Kirschbäume an der Straße auch weiß. Die heutigen warmen Sonnenstrahlen haben ihre Blüten geöffnet und jetzt sieht es auch bei mir nach Frühling aus, wenn es auch noch längst nicht so grün ist wie im Rheinland. Sogar den Kuckuck habe ich heute gehört.
Ich wünsche mir für morgen einen ähnlich warmen, sonnigen Tag.

Landleben

Das habe ich mir verdient

Der heutige wunderschön sonnige Tag begann um 6.45 Uhr. Während ich (ungewollt) jeden Tag ein wenig früher wach werde, füttert der Bauer seine Kühe jeden Tag ein paar Minuten später. So bereiten wir uns auf dem Land auf die Sommerzeit vor. ;-) Denn wenn der Bauer die Kühe heute um 17 Uhr füttert, ist es am Sonntag um 17 Uhr eigentlich erst 16 Uhr.
Da es wie gesagt schön draußen war, mild, aber zeitweise sehr windig, fegte ich meine Terrassen und den Weg am Haus. Meine Güte, was für ein Dreck. Vor allen Dingen Tannennadeln häuften sich. Um einen kläglichen Rest Schnee arbeitete ich mich herum und dann ging es auf die Wiese. Der größere Teil war schon schneefrei und dort sah es auch ziemlich schrecklich aus. Berge aus Ästen, Nadeln, Blättern und Moos habe ich zusammengerechelt. Was für eine elende Arbeit. Aber jetzt sieht es schon ein wenig besser aus.
Leider hat es am Abend auch hier angefangen zu regnen. Also werde ich morgen nichts im Garten machen können. Könnte ich aber eh nicht, weil ich meinen Muskelkater pflegen muss.
Zur Belohnung, weil ich doch so fleißig war, habe ich mir einen Apfelkuchen gebacken. Den habe ich mir verdient.

Apfelkuchen

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