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Archiv für die Kategorie „Frühling“

Rapsfeld in der Rhön

Sehe ich ein Rapsfeld, dann denke ich an dich.
Meine Gedanken wandern in die Vergangenheit,
tasten ab, was an Erinnerung noch vorhanden ist.

Am Felsen war es, wo du mich zum ersten Mal geküsst hast.
Die gelben Blüten wiegten sich im lauen Frühlingswind
und verströmten ihren intensiven Duft.

Am Felsen war es, als ich dich zum letzten Mal sah.
Ich ging davon, drehte mich um und sah durch den hohen Raps
nur noch deine Hand, die mir zum Abschied winkte.

Heute fahre ich an einem blühenden Rapsfeld vorbei,
meine Gedanken wandern in die Vergangenheit
und der Fahrtwind trocknet meine Tränen.

© Vera Gold 05-2010

PS: Bevor sich jemand Sorgen macht: Der Text ist erstunken und erlogen.

Entscheidungen

Im Schwabenländle

Ganz spontan hatte ich mich entschlossen, am letzten Wochenende einen Besuch im Schwabenländle zu machen. Meine Güte, ich staunte nicht schlecht, als ich all die grünenden und rosa, weiß und gelb blühenden Bäume und Sträucher sah. Ich kam mir vor, als käme ich aus einer anderen Welt. War es bei mir noch trist und grau, sah die Welt in Schwaben fröhlicher aus.
Wunderschön fand ich bei schönstem Frühlingswetter den Ausflug nach Tübingen. Wer einmal dorthin reist, der sollte unbedingt eine Fahrt mit dem Stocherkahn machen. Ninja hat es auch sehr gefallen.
Sanft gleitete das lange Holzboot, das mit einer Stocherstange bewegt und gesteuert wird, über den Neckar an der historischen Neckarfront mit dem Hölderlinturm vorbei.

Ich hätte stundenlang so fahren, Fotos machen und einfach die Seele baumeln lassen können.
Aber alles Schöne geht einmal zuende. Während es bei mir immer noch trist und kalt ist, schaue ich mir die Fotos und Videos an, die ich gedreht habe und träume ein wenig vor mich hin. Das möchte ich gerne noch einmal machen – und wieder schwäbische Spätzle essen.

Leichtmatrose Ninja

Verkriechen

5 von 8

Hier hocken fünf der acht Marienkäfer, die ich gerade in die Freiheit entlassen habe. Sie sehen ein wenig so aus, als wenn sie nicht wollten. Aber bevor die Katzen sie erwischen …

Alles muss raus

So früh war ich noch nie dran. Während vor drei Jahren um diese Zeit Ostern war und ich einen halben Meter Neuschnee bekam, sind es heute sonnige 15 Grad. Ich wühle schon den ganzen Tag im Garten, bin dreckig wie ein Erdferkel und blutig zerkratzt von den Rosenstacheln. Meine Gartendeko habe ich überall verteilt und zur Feier des Tages habe ich die Gartenmöbel auf die Terrasse geräumt und es mir dort gemütlich gemacht. Augen zu und das Gesicht in die Sonne gehalten bin ich fast eingeschlafen.
Die Biotonne ist voll und wandert heute an den Straßenrand. Ich lege mich in die Badewanne und mache es mir dann auf meiner Couch gemütlich, den Blick nach draußen gerichtet in meinen erwachenden Garten, in dem gerade erst wenige Minikrokusse blühen. Schön ist das.

Wer hat’s erfunden?

Wer hat eigentlich diese blöden Waschbetonplatten erfunden?
Millionen Tannennadeln haben sich in meinen Terrassenplatten  eingenistet und bringen mich an den Rand des Wahnsinns. Mit Besen und Allessauger rücke ich ihnen zuleibe.  Doch einige der Nadeln haben die Frechheit sich zu verstecken und dann wieder zum Vorschein zu kommen und mir frech die Zunge rauszustrecken. Als ob es nicht auch so schon anstrengend genug ist.
Ich gehe dann mal wieder. Ich habe noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Aber irgendwohin musste ich jetzt mit meinem Frust.
Dafür habe ich schon die Erde von knapp vierzig Maulwurfshügeln entsorgt. Das ist doch schon was, oder? Wenn ich die Terrasse heute auch noch vorm Dunkelwerden fertig schaffe, kann ich stolz auf mich sein.

Märzenbecher

Die Wiesen werden jeden Tag grüner und am Bach stehen die Märzenbecher in voller Blüte. Wunderschön schaut das aus, auch wenn rings um die Blumen herum noch alles furchtbar braun ist.

Marienkäfer

In den letzten Tagen habe ich gut zwanzig Marienkäfer nach draußen gesetzt. Käfer in den verschiedensten Farben, mal mit Punkten, mal ohne. Ich weiß gar nicht, wo die alle herkommen. Sie krabbeln an den Fensterscheiben, an den Wänden, auf der Badezimmerablage, auf dem Schreibtisch, auf dem Fußboden, einfach überall. Jetzt sehe ich schon wieder zwei an der Gardine hochkrabbeln. Aber die müssen heute drinbleiben. Draußen regnet es und es ist total nebelig. Ich bringe es nicht übers Herz, sie an die Luft zu setzen.

Hoffentlich verhungern sie nicht, bis sie raus können.

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