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Von der Raupe zum Schmetterling
Am 21. Juni fand ich in meinem mittelschwer verwilderten Bauerngarten *schäm* ein Ungeheuer von Raupe. Da ich natürlich keine Ahnung von Raupen habe und nicht wusste, ist es ein Schädling oder wird daraus ein wunderbarer Schmetterling, fragte ich einen Bekannten um Rat.

Raupe im Garten
Und siehe da: Aus dieser für mich doch eher gewöhnungsbedürftigen Raupe sollte ein Schwalbenschwanz werden. Wouw, ich hatte noch nie einen Schwalbenschwanz in Natura gesehen. Der Rat des Bekannten: Wenn ich die Raupe noch finde, sollte ich sie in ein großes Glas mit Grünzeug setzen und dann könnte ich sehen, wie sie sich verpuppt und zu einem Schmetterling wird.
Bilder dazu gibt es in der Foto-Galerie.
Das wollte ich unbedingt und suchte am nächsten Tag mein Unkrautbeet ab. Ich fand sie und setzte sie in ein Glas gefüllt mit Gierschblättern und Zweigen.
Mein erstes Glas war zu klein, aber ich fand dann noch einen Glaskrug, der mir groß genug erschien. Allerdings hatte ich vergessen, dass dieser Krug eine Einkerbung zum Ausgießen hatte und aus dieser büxte mir die Raupe nach ein paar Tagen aus. Glücklicherweise konnte ich sie wieder einfangen und ins Glas setzten. Als Deckel nahm ich ein Küchensieb, damit gut Luft in das Gefäß kam, und den Ausgießer verstopfte ich mit einem kleinen Zweig.
Am 27. Juni hatte sich die Raupe mit einem Faden an den Ast gehängt. Ich hatte so oft nach ihr geschaut, aber leider habe ich den Vorgang des Verpuppens nicht gesehen. Auch das „Schlüpfen“ des Schmetterlings hatte ich nicht mitbekommen. Ich frage mich jetzt noch: Wie ist er aus der Hülle heraus gekommen?
Der Schwalbenschwanz sah ziemlich zerknautscht aus. Er wollte sich an der glatten Glaswand festhalten, was aber nicht klappte. Ich hielt ihm einen Zweig hin an dem er sich besser halten konnte. Den Zweig habe ich dann vorsichtig in meine Fuchsie gelegt. So hatte mein Schmetterling genügend Platz zum Hängen und Entfalten.
Und dann musste ich ihn schweren Herzens allein lassen, weil die Katzenbabys zum Impfen mussten. Ob er noch da sein würde, wenn ich wieder zurück bin?
Er war noch da. Den Zweig hatte er verlassen und sich ein neues Plätzchen gesucht. Für mich eine gute Gelegenheit ihn zu fotografieren. Dann gefiel es ihm dort nicht mehr und ich begleitete ihn an verschiedene Plätze auf meiner Terrasse. Fliegen konnte er noch nicht, er lief nur. Es hat den ganzen Nachmittag gedauert, bis er etwas flattern konnte.
Ein wenig Sorge hatte ich, weil ein Unwetter angesagt war. Doch glücklicherweise kam es nicht und irgendwann war mein Schmetterling nicht mehr zu sehen.
Gute Reise, mein kleiner Freund. Vielleicht finde ich nächstes Jahr eines deiner Nachkommen. Es war eine schöne und spannende Zeit mit dir. Ein Erlebnis, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Danke dafür.

Schwalbenschwanz
10 Kommentare zu „Von der Raupe zum Schmetterling“
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Layout "Winterzeit"















Liebe Vera,
Glückwunsch! Nächstes Jahr wird es klappen. Sag’s mir, wenn die Raupen komm’n, ich helf Dir dann wei-ei-ter. . . . . . . – Ich freue mich, dass Du wenigstens den Falter noch gesehen hast. Er/Sie ist ein Juwel, eine Augenweide.
Gute Nacht
Eckard
Danke Eckard. Ohne Deinen Tipp wäre ich nie auf die Idee gekommen, die Raupe aufzusammeln. Sie sah doch sehr bedrohlich aus.
Nun gehe ich immer raupensuchend durch den Garten. Wer weiß, was sich dort alles so tummelt.
Liebe Vera,
das ist wieder eine schöne Sache, freue mich mit Dir. Und so schöne Fotos. Lob.
Liebe Grüße aus dem Regenland.
O wie schön, liebe Vera!
Mir persönlich gefallen ja auch die Raupen!
Das ist eine gute Idee sie in ein Glas zu tun und so das Werden
zu beobachten.
Sollte ich mir merken für das nächste Zusammentreffen mit
einer Raupe!
Eine herrliche Beobachtung, auch wenn du zum richtigen Zeitpunkt am falschen Ort warst (Verpuppen, Schlüpfen)
Wünsche dir ein wundersonniges Wochenende,
wenigstens im Herzen
bigi
Danke Ihr Lieben!
Es war eine tolle Erfahrung. Vielleicht habe ich nächstes Jahr wieder solch ein Glück. Dann passe ich besser auf, damit ich alles mitkriege. Dabei habe ich schon so oft geschaut.
Liebe Vera,
was für eine wundervolle Geschichte – von der Raupe zum Schmetterling… Ist das nicht auch unser aller Geschichte? Die Verwandlung, es wachsen uns Flügel, und wir schweben und flügeln bunt und heiter über Blumenwiesen und lassen uns nieder, wo es uns gefällt… Danke dir!
Sonnige Sommergrüße zu dir, Elisabeth
Danke Elisabeth. Ich bin noch immer ganz gefangen von dieser Verwandlung. Einfach Altes abstreifen und federleicht in ein neues buntes Leben fliegen. Das hat was.
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